Sonifex RB DMX4

Der RB-DMX4 ist ein Digitalmixer mit der Möglichkeit, vier Mono- oder zwei Stereo-Eingangskanäle auf vier Mono- oder zwei Stereo-Ausgangskanäle zu schalten und zu mischen. Die Eingänge werden dabei automatisch einer Abtastratenwandlung unterzogen, um die Mischung mehrerer Digitalquellen zu vereinfachen. Alle Einstellungen können einfach über DIP-Schalter vorgenommen werden und erlauben jede mögliche Signalführung.

Der RB-DMX4 besitzt sechs zweikanalige Digitaleingänge- je zwei im AES/EBU-, zwei im elektrischen und zwei im optischen TOSlink-Format, die über zwei Eingangswahltasten ausgewählt werden können. Somit müssen je zwei Kanäle (1 & 2 sowie 3 & 4) im gleichen Digitalformat zugeführt werden. Die Abtastratenwandlung am Eingang erlaubt es, Signale unterschiedlicher Herkunft, die nicht miteinander synchronisiert sein müssen, zu mischen und die Abtastrate der Ausgänge frei zu wählen. Die LEDs in den Drucktasten zur Eingangswahl signalisieren die erfolgreiche oder fehlende Synchronisation der Eingänge.

Jeder der vier Eingangskanäle kann über ein Trimmpotentiometer in seinem Pegel abgesenkt werden. Dadurch können Signale sehr einfach mit unterschiedlichen Pegeln gemischt werden. Zur Überwachung der Eingangspegel ist jedem Kanal eine Mehrfarb-LED zugeordnet. Vier Signalpräsenz-LEDs im Bereich der MONITOR-Taste zeigen den Ausgangspegel an. Der Ausgangspegel wird über den OUTPUT GAIN-Modus umgeschaltet.

Die beiden Stereoausgänge liegen immer gleichzeitig in den Formaten AES/EBU, S/PDIF und TOSlink (optisch) an den entsprechenden Ausgangsbuchsen an. Dadurch kann das Gerät gleichzeitig als digitaler Splitter arbeiten. Über DIP-Schalter auf der Geräterückseite kann die Abtastrate der Ausgänge eingestellt werden. Zur Auswahl stehen die Abtastraten 32kHz, 44.1kHz, 48kHz, 88.2kHz, 96kHz, 176.4kHz oder 192kHz.

Zur externen Synchronisation besitzt das Gerät serienmäßig einen BNC-Wordclockeingang sowie einen AES/EBU-Synchronisationseingang. Optional können die Zusatzkarten RB-SYA und RB-SYD eingebaut werden, um das Gerät zu analogen oder digitalen Videosignalen zu synchronisieren. Die Taktquelle wird über DIP-Schalter auf der Geräterückseite ausgewählt. Sollte die gewählte Synchronisationsquelle kein gültiges Taktsignal liefern, beginnt die LED in der MONITOR- Taste zu blinken. Das Gerät kann in den folgenden Modi arbeiten:

Master-Modus
In diesem Modus arbeitet das Gerät als Master. Als Taktquelle wird der interne Taktgenerator mit der eingestellten Abtastrate verwendet.
Auto Sync-Modus
In diesem Modus folgt die Abtastrate dem gewählten Sync-Eingang. Fällt die Taktquelle aus, läuft das Gerät mit dem internen Taktgeber bei der eingestellten Abtastrate weiter.
Auto Lock-Modus
Dies entspricht weitgehend dem Auto Sync Mode, mit dem Unterschied, dass das Gerät bei Ausfall der Taktquelle mit dem internen Taktgenerator bei der Abtastrate weiter arbeitet, die der zuletzt empfangenen Abtastrate am nächsten liegt.
Slave-Modus
In diesem Modus folgt das Gerät der gewählten Taktquelle. Fällt das Taktsignal aus, wird der Ausgang des Gerätes stumm geschaltet.

Auf der Frontseite des Gerätes befindet sich ein Kopfhöreranschluss mit Lautstärkeregler, über den alle vier Ausgänge abgehört werden können. Die Kanalwahl geschieht über eine Drucktaste, die als Zusatzfunktion eine Pegelanhebung von 12 dB gestattet, wenn sie gedrückt gehalten wird. Sollte sich das Ausgangssignal nah an der der 0 dBFS-Grenze befinden, kann auf der Geräterückseite eine digitale Pegelabsenkung von 12 dB zugeschaltet werden.

Das Gerät kann sowohl in Mono als auch in Stereo arbeiten. Die Umschaltung geschieht über einen DIP-Schalter, die sich ebenfalls auf der Rückseite befindet. Im Stereomodus liegt am Kopfhörerausgang automatisch das entsprechende Kanalpaar an. Außerdem wird die Pegelregelung der beiden Stereokanäle verkoppelt.

Um maximale Betriebssicherheit zu gewährleisten, nutzt das RB-DMX4 einen vollständig passiven Bypass, der das Eingangssignal bei Stromausfall über Relais direkt auf den Ausgang schaltet. Dadurch kann sicher gestellt werden, dass das Signal selbst bei einem Defekt weitergeleitet und gesendet werden kann. Dies ist vor allem in der Hauptsendeschiene notwendig. Die Bypassfunktion arbeitet nur für die elektrischen und nicht den optischen Signalweg.